Kratzer

Diese Serie enstand im SommerAtelier 2012.

Bei einer Familienfeier in der Bretagne entdeckte Hélène Bernard die Werkstatt ihres Cousins neu. Er ist, wie es ihr Großvater war, Steinmetzmeister. Dort fand sie schmale Holzplatten, die von willkürlichen Einschnitten gezeichnet waren. Die Holzplatten dienten als Schutz der Kreissäge, wenn Granitblöcke geschnitten wurden.

Hélène Bernard nutzte diese Holzplatten als Ausgangspunkt der Serie "Kratzer". Die Einschnitte in dem Holz interpretierte sie als Kratzer.

"Kratzen ist immer unangenehm, ob man es hört oder spürt". Aber Kratzer sind auch eine Art von Austausch, Wechsel zwischen Innen und Außen. Zwischen Haut und Luft, zwischen Stille (einer Fläche) und Bewegung (Arbeiten in einer Fabrik).

Im Vergleich zu der Serie „Sedimente“ sind die übereinander gelegten Schichten dicker bearbeitet und tiefer gekratzt, so dass ein endloses Spiel zwischen der unteren und oberen Schicht entsteht.

Diese Serie wurde auf Leinwand hauptsächlich mit Heilerde (grün und braun) und Marmormehl gearbeitet und im Sommer 2012 in der Galerie bauchhund in Berlin-Neukölln ausgestellt.