Verschiedene Eindrücke aus der Berliner Kneipenszene

Diese Serie wurde 1989 begonnen und überwiegend in Kneipen oder in Discotheken mit Pastell oder Farbstiften gezeichnet.

Hélène Bernards Ziel war, wie bei den Skizzen ihrer Studienzeit: den Ausdruck von Personen darzustellen, ihren geistigen Zustand, ihre Verletzbarkeit, ihre Freude oder Traurigkeit, mehr in die Figur hinein zu lesen, als sie zeigt und das Ergebnis zu übertreiben. Die Farben wurden frei gewählt, die Dreidimensionalität nur angedeutet.

Im Gegensatz zu den Arbeiten aus ihrer Studienzeit sind selten nur eine sondern oft zwei oder mehr Personen dargestellt. Es geht darum zu verstehen/ zu spüren/ zu erfassen wie die Personen miteinander umgehen. Ist eine Person prägnanter als die andere, sind sie 'weich' im Umgang miteinander oder wenden sie sich den Rücken zu? Die gezeichneten Beziehungen sind räumlich verzerrt wie die Figur selbst.

Im Mai 1990 entdeckte Hélène Bernard ein wunderbar geeignetes Papier für ihre Pastellzeichnungen. Es war dick, die Farbe gelbbraun und die Texturen sehr grob, so dass das Pastell nicht glatt erschien.

Diese Serie wurde 1994 im Rahmen der Kulturmeile in der Schönhauser Allee (Berlin _ Prenzlauer Berg), 1997 in einer privaten Ausstellung in Berlin und in Ivry (bei Paris) ausgestellt.